Audioanlagen – Tipps & Fallen

Meeting Raum

Das gewünschte Ergebnis soll im Mittelpunkt bei der Planung von Audioanlagen stehen, nicht das äußere Erscheinungsbild 

Wesentlich für die Konzeptionierung von Klangbildern ist neben den theoretischen raum- und elektroakustischen Grundlagen immer auch der jeweilige Einsatz bzw. das gewünschte Ergebnis. Es sind also immer anwendungsspezifische Aspekte zu berücksichtigen. So sind die akustischen Anforderungen im Bereich Schule oder Konferenzraum andere als beispielsweise auf Bahnsteigen oder in Flughäfen.  

Lehrer im Klassenzimmer - Fohhn Bar Lautsprecher

Audioanlagen im Bereich
Schule & Bildung

Obwohl das gesprochene Wort im Bereich Schule und Bildung von essentieller Bedeutung ist, sitzen bereits in den hinteren Reihen oft Kinder, die kaum mehr als die Hälfte des Gesagten verstehen. Durch zunehmenden Einsatz von Gruppenarbeit und neuerdings  auch hybriden Unterricht hat sich das Problem zusätzlich verschärft. 

Tipps:
  • Sprachverständlichkeit ist hier der wichtigste Aspekt und sollte allen anderen Aspekten voran stehen. Nach der Installation sollte das Ergebnis mit Hilfe von STI-Messungen (Speech Transmission Index) überprüft und evaluiert werden.
  • Es sollte eine elektroakustische Simulation vorgenommen werden, um nach der Installation einen Soll-Ist-Vergleich und damit den Erfüllungsgrad der Anforderungen zu überprüfen und zu dokumentieren.
  • Einfachheit in der Bedienung sollte im Mittelpunkt stehen, da Lehrer sich auf das wesentliche, ihren Unterricht, konzentrieren sollen.
Fallen:
  • Der Einsatz ungerichteter Mikrofone
  • Notwendigkeit akustischer Absorption Maßnahmen wird vernachlässigt. Doch diese sind Voraussetzung für ein Maximum an Sprachverständlichkeit.
Schaeffler AG, Herzogenaurach, Hörsaal

Audioanlagen im Bereich Auditorien

Mit einem gut konzipierten Audiosystem lässt sich einwandfreies Hören auf bis zu 80 % der Plätze erzielen, auch dann, wenn raumakustische Voraussetzungen nicht zu 100% optimal erfüllt sind. 

Tipps:
  • Das Audiosystem sollte unter Einbeziehung der raumakustischen Gegebenheiten konzipiert werden. So machen Räume mit mehr oder weniger Nachhall unterschiedliche Lösungen erforderlich. 
  • Ein kompetenter Audioexperte sollte bereits ab der Grobplanung einbezogen werden. 
  • Eine elektroakustische Simulation ist bei Räumen dieser Größenordnung unabdingbar 
  • Ein Audioexperte sollte über alle Projektphasen dafür sorgen, dass das Audiosystem fortlaufend angepasst und optimiert wird 
  • Im Zuge der DSP-Programmierung sollten unterschiedliche Presets für unterschiedliche Typen von Veranstaltungen programmiert werden. 
Fallen:
  • Line Arrays sind nicht für alle Auditorien das Patentrezept. Häufig sind Cluster aus Punktquellen besser geeignet. 
  • Oft wird vergessen, dass es zu Wechselwirkungen zwischen Lautsprechern kommt. Es sollten keine Arrays eingesetzt werden, die nicht mit einer Modelling Software optimiert werden. 
  • Lautsprecher nicht neben physischen Hindernissen installieren, um unerfreuliche Audioeffekte zu vermeiden 
  • Strom- und Datenleitungen nebeneinander verlegen. 
Universa Versicherung Vorstand Konferenzraum

Audioanlagen im Bereich
Konferenz- und Tagungsräume

Aufgrund der Vielfalt unterschiedlicher Einsätze sind diese Räume akustisch oft sehr anspruchsvoll. Hier geht es um das gesprochene Wort ebenso wie um Medien-einsatz oder optimalen Sound für Videokonferenzen. Ob Mitarbeiter, Kunden oder Geschäftspartner am anderen Ende der Leitung sitzen, Konferenzräume, die ihren Zweck nicht sehr gut erfüllen, lassen Unternehmen schlecht da stehen. 

Tipps:

  • Heizungs-, Belüftungs- und Klimaanlagen ebenso wie IT-Geräte oder Beamer sollten ultraleise sein. Laute Klimaanlagen sind einer der häufigsten Killer von gutem Sound. Geräuschpegel von unter 40 dB in einem Meter Entfernung sollten spezifiziert werden. 
  • Integrieren Sie das Konferenz-/ AV-System von Beginn an in die architektonische Planung.
  • Es sollen geeignete Mikrofone für unterschiedliche Einsätze ausgewählt werden, um unerwünschte Nebengeräusche zu vermeiden.
  • Es sollten verschiedene unterschiedliche Audioanschlüsse eingeplant werden und in der DSP-Programmierung als Voreinstellungen hinterlegt werden. Diese sollte einfach per Knopfdruck (Touchpanel) abrufbar sein. 
  • Lassen Sie im Zuge der Planung eine elektroakustische Simulation anfertigen.

Fallen:

  • Nachrüsten! Ein optimales Audiosystem ist keine Ergänzung sondern, ebenso wie ein gutes Bild, Kern der Sache.
  • Sparen an der Qualität zugunsten des Preises oder der Optik der Lautsprecher. Das ist schädlich, denn das Sounderlebnis bestimmt wesentlich, welchen Eindruck man vom Unternehmen bekommt. 
  • Einsatz von Systemen mit komplexer Bedienung. Das sollte vermieden werden, um peinliche Unterbrechungen zu vermeiden.
Hörsaal Konferenz
Mikrofon

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